
Recital beim Mainzer Musiksommer am 27. Juli im Frankfurter Hof
" ... selten wirkte Schumann so gewagt, so modern: Unter der romantischen Gefälligkeit brodelt es, diese Musik wandelt auf der Schneide. Schuch zeigte Prestissimo-Wucht, brillantes Tremolo („Reconnaissance“), herrliche Verträumtheit („Chopin“) und fand für die sonst stummen „Sphinx“-Noten (Nr. 9) eine außergewöhnliche Form: eine streitbare, bis zum letzten Ton faszinierende Deutung von Schumanns op. 9. Die Tugenden des Pianisten machten auch aus Beethovens Sonate Nr. 32 c-Moll ein Erlebnis: Schuch verstand es, das irrwitzige Werk fest in den Griff zu bekommen, sicher dort zu halten und einen belastbaren Spannungsbogen über das Musikgeschehen zu schlagen. Es war ein großer Klavierabend!"
Wiesbadener Kurier, 29. Juli 2010
Recital bei den Herrenchiemsee Festspielen am 22. Juli
" ... Unbeschreiblich die Wirkung, die die flirrenden, in immer feinere Variationen und
Trillerkaskaden zerfließenden Klänge der Arietta aus Beethovens Klaviersonate Opus 111
unter diesen nachtschwarzen Umständen entfalteten - eine Traumreise im Wachen. Solche Momente einer höheren Stimmigkeit kann kein Veranstalter bewusst planen und kein Künstler voraussehen, auch wenn Schuch seinem Programm den nun doppelt sinnigen Titel „Nachtstücke“ gegeben hatte. ..."
FAZ, 29. Juli 2010
Recital vom 21. Juni beim Klavierfestival Ruhr
" .... Es sind die kleinen Dinge, die er auch bei seinem Recital im ausverkauften Kammermusiksaal anwendet und mit denen er sich vom Durchschnitt oder Mittelmaß weit nach oben hin absetzt. Das sind bei diesem neuen Programm mit den Schwerpunkten Robert Schumann und Franz Schubert: eine kühne Betonung oder ein plötzlicher Stopp, eine intelligente Verzögerung, eine heftige Steigerung oder ein furioser Tempowechsel. (...) Er scheint alles zu können und lässt technische Herausforderungen gar nicht erst aufkommen. Seine Interpretationen laufen ebenso virtuos wie natürlich ab. Doch das Uhrwerk strebt niemals bewusst nach Schema F. Schuch entdeckt fast in jeder Note dieses dichten Programms das Klang- und Hörabenteuer. ... "
WAZ, 23. Juni 2010
Recital vom 17. Mai im Prinzregententheater München
" ... Robert Schumann war der Komponist des Abends, in dessen 'Carnaval' lebte Schuch auf. Weit weniger schroff als gewohnt und trotzdem nachdrücklich, aussagesicher und klar konturiert skizzierte Schuch das abwechslungsreiche Szenario - Clowns, Sphinxe und Davidsbündler erhielten alle ihr eigenes Profil und verbanden sich doch auf wundersame Weise zu einem großen Tableau ..."
Süddeutsche Zeitung, 20. Mai 2010
" ... Herz, Hände und Hirn sind bei diesem Pianisten in einer wunderbaren Balance. Selbst die brillant hingelegte Czerny-Zugabe war dramaturgisch auf das übrige Programm bezogen. Schuch ist fraglos der beste deutsche Pianist seiner Generation und vielen allein wegen ihrer Technik hochgejubelten Talenten musikalisch turmhoch überlegen."
Abendzeitung, 19. Mai 2010
" ... Schuch kann sich tief versenken in die Welt Schuberts, in dessen Ländler oder Walzer, die er zart verschattet und mit einem Hauch Melancholie überzieht. ... [Carnaval] Schuch durchleuchtete die polyphone Dichte und gab jeder der auf vier Tönen (A, Es, C, H) basierenden Miniatur ihren eigenen Charakter ... "
Münchner Merkur, 19. Mai 2010
Pressestimmen zur Tournee mit dem MDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Jun Märkl durch sieben deutsche Städte vom 13. – 21. März 2010
„ … Er bietet eine Interpretation des ersten Klavierkonzerts C-Dur von Beethoven, die in einem Zwischenreich angesiedelt ist, in dem sich Akkuratesse und Empfindsamkeit begegnen. Wundersame Läufe. Was Beethoven ererbt hat aus der Linie Haydn- Mozart, was er weiterspinnt an Fäden zu den Romantikern, dieser Pianist ist empfänglich für musikalische Geheimnisse. (…) Wenn Herbert Schuch frühen Beethoven spielt, ist das Natürliche das Poetische. Ovationen. …“ Tagesspiegel, 23. März 2010
„ … War der Hörer zunächst "nur" verblüfft über die souverän die spielerischen Mittel disponierende Leichtigkeit, mit welcher der junge Pianist selbst schwierigste Passagen meisterte - und das Stück, das der Komponist Beethoven für den Klaviervirtuosen gleichen Namens zur bravourösen Selbstdarstellung schrieb, reiht solche in einer Vielzahl aneinander, besonders auch in der schwersten der drei vom Komponisten selbst verfertigten Kadenzen, die Herbert Schuch für sich und seine Darstellung ausgewählt hatte -, so bewunderte man im Verlauf der Wiedergabe mehr und mehr den immensen Reichtum an Farben, ob kraftvoll leuchtend oder fein nuanciert changierend, mit denen der Solist den Klavierpart ausstattete; bald mit heftig ausgelebten Kontrasten, bald mit behutsam formulierten Übergängen baute er Steigerungen, setzte hier einen Akzent, nahm dort einen anderen wieder auf, um dem Werk vom ersten bis zum letzten Takt eine unerhörte Spannung aus pianistischer Virtuosität und überlegtem Einsatz musikalischer und spielerischer Mittel zuzuweisen - und das alles mit der in künstlerische Bescheidenheit sich hüllenden Attitüde handwerklicher Mühelosigkeit. Diese Qualitäten fanden ihre noch gehobenere Fortsetzung im zugegebenen Finalsatz aus Chopins 3. Klaviersonate op. 58, dessen durch die schlackenlose Durchdringung von interpretatorischer Poesie und pianistischer Bravour bezwingende Wiedergabe das sonst etwas zurückhaltende Göppinger Publikum zu Bravo-Rufen hinriss. …“
Südwestpresse, 20. März 2010
„ … Es folgte Beethovens erstes Klavierkonzert, jenes, das von zirzensischen Virtuosen gerne verharmlost wird als Spieldosenwunder. Herbert Schuch, dreißig Jahre alt, Gewinner des Internationalen Beethoven-Wettbewerbs Wien, lässt all diese Spieldosenkurbler recht armsehlig aussehen. Schuch ist ein witziger, ein origineller, ein wunderbar eigenwilliger Musiker. Es lohnt sich nicht nur, es ist Pflicht zu hören, was Schuch zu Beethoven einfällt. …“
Stuttgarter Zeitung, 19. März 2010
„ … Schuch formuliert nie nur absichtlich effektvoll, sondern immer in intelligenter Beredtheit. Das ergibt zu dem Theaterdonner, den der überaus aufmerksame Begleiter Märkl entfacht, einen berückenden Kontrast – alles wirkt wie ein Dialog zwischen gegensätzlichen Partnern.
Es sind zudem die leisen, perlenden Läufe und die raffinierten Ritardandi, mit denen Schuch das Publikum fasziniert: nie übereilt, auch wenn es »con brio» heißt. Die große Kadenz legt Schuch als ein hochvirtuoses, heroisches Klanggewitter mit dramatischem Rubato an. Die großen melodischen Bögen des Largo sind von Innigkeit erfüllt, jeder Anschlag hat klar konturierten perlenhaften Glanz: die perfekte Wiedergabe für ein perfektes Stück – sensationell!“
Nürnberger Nachrichten, 18. März 2010
„Ach, die Jugend! – möchte man entzückt ausrufen am Sonntag im Großen Gewandhaus-Saal angesichts des glücklichen Zusammentreffens von Ludwig van Beethovens erstem Klavierkonzert Opus 15 und dem Pianisten Herbert Schuch, obwohl der die 30 bereits überschritten hat. Und für die Bravo-Rufe bedankt sich der junge Solist breitflächig mit einer Beethoven-Bagatelle als Zugabe.
Zuvor geht der in Rumänien geborene Pianist den Dreisätzer mit der Unbekümmertheit der Jugend an, die alles leicht und todernst nimmt. Kein Druck schon im Allegro con brio, wo Schuchs Leichtläufigkeit vorwegnimmt, wie er das Ganze sieht: als feingliedriges Selbstverständnis, in sich beiläufig vollkommen. Läufe, die sich demütig aneinanderreihen und doch virtuos perlen, eine Kadenz, die in ihrer Klarheit von innen strahlt und atemberaubend sein könnte, hätten nicht etliche trotz akuter Bronchitis ihren Stammplatz im voll besetzten Saal eingenommen. …“
Leipziger Volkszeitung, 16. März 2010
„ … Schnell ist klar, er realisiert perfekt, was Beethoven mit seinem Klavierkonzert verwirklichen wollte - anstatt stereotyper Solo-Tutti-Wechsel eine engere Bindung des Klaviers an das Orchester. Man hat den Eindruck einer Hand-in-Hand-Angelegenheit, es ist das gefühlvolle Schlendern zweier Verliebter. Schuch ganz gemäßigtes Temperament, seelenvoller Souverän. Lyrismus beim Largo, in den selbst die Hörner sensibel einstimmen. Neckische Eleganz und anmutiger Orchesterdialog. Spannungsfördernde, Bruchteile von Sekunden währende Verzögerungen vor dem Tastenanschlag. Insgesamt gerät sein Vortrag zu einem Traum, der das Aufwachen verleidet. …“
Freies Wort, 15. März 2010
Konzert vom 30. Januar mit der Dresdner Philharmonie unter der Leitung von Michael Sanderling in Dresden
" ... Anstelle des erkrankten Nelson Freire gastierte der 1979 in Rumänien geborene Pianist Herbert Schuch, der seit 1988 in Deutschland lebt und sich durch Gastspiele und Wettbewerbsgewinne hohe Reputation erworben hat. Auch sein kurzfristig zustande gekommenes Debüt bei der Philharmonie rechtfertigte seinen Ruf vollauf, denn seine Interpretation von Beethovens 5. Klavierkonzert Es-Dur op. 73 war von außerordentlicher Qualität. ... [Schuch] fand zu einer Sicherheit und Spannung, die bis zum Schluss des Werks anhielt. Die Sechzehntel- und Zweiunddreißigstelläufe waren von bilderbuchreifem Gleichmaß. Im langsamen Mittelsatz kam es zu bestmöglicher Verschmelzung des Soloinstruments mit dem Orchester und hervorragendem Übergang zum Finale, in dem wieder Brillanz und heroisches Pathos erlebbar wurden. ..."
Sächsische Zeitung, 01. Februar 2010
Konzert vom 20. Januar mit der Südwestdeutschen Philharmonie in Konstanz, Günter Pichler (Leitung)
"... Spontane Autogrammstunde in der Pause. So schnell erobert ein Solist nicht oft die Herzen des Publikums. Dass die Südwestdeutsche Philharmonie bei der Suche nach Ersatz für den kurzfristig erkrankten Pianisten Lukas Vondracek bei Herbert Schuch fündig geworden ist, darf wohl als Glücksfall bezeichnet werden. Schuch spielte beim Abo-Konzert im Konstanzer Konzil Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert in A-Dur (KV 488), entzückte damit sein Publikum, und entließ es nach dem zugegebenen letzten Satz aus Chopins h-Moll-Sonate komplett begeistert in die Pause. Da gingen dann etliche CDs mit Autogrammen über die Theke…"
Südkurier, 23. Januar 2010
Debut vom 25.11.09 beim Lucerne Festival am Piano
„ …. Die arrivierten Jungpianisten in den Debütkonzerten verblüfften in der Lukaskirche als Charakterköpfe – pianistisch wie mit raffinierten Programmkonzepten. Am ausgeprägtesten galt letzteres für den Deutsch-Rumänen Herbert Schuch. Er verband am Mittwoch Schubert und Schumann mit Zeitgenossen zu einem nahtlos durchkomponierten Programm, das gegensätzliche Seiten der romantischen Tänze pointiert hervorkehrte: ihre Aufmüpfigkeit (mit Lachenmanns aufsplitternden Schubert-Variationen) wie melancholische Abgründigkeit (der Konzerthöhepunkt: Heinz Holligers Elis). Als kühne Pointe fügte Schuch, analog zu Schumanns Selbstzitat im Carnaval (aus den gespielten Papillons), da eine Holliger-Reminiszenz mit ein. Da klangen auch bekannte Klassiker aufregend neu: programmatisch ein Höhepunkt dieses Piano-Festivals überhaupt. …"
Recital vom 5. August in Schloss Johannisberg - im Rahmen des
Rheingau Musikfestivals
„ (…) Schuchs Recital war exquisit gebaut und ebenso gespielt. (…) Ungemein stark auch seine Beethoven-Sonate op. 111, besonders der zweite Satz in seiner angespannten, zunehmend nervöser werdenden Ruhe; die stets so eigenlebendig dazwischenfragende Linke machte hier einen Gutteil der Wirkung aus (…)“
Frankfurter Rundschau, 07. August 2009
Beethoven Festival, Australian Youth Orchestra. Conductor: John Nelson. Piano: Herbert Schuch. Adelaide Festival Theatre, July 2009
“ (…) Sometimes the desire to show excellence beyond expectation is lessened with maturity and fame, and there is something delightful in the budding talent determined to show its worth. This has surely been the path Romanian-born pianist Herbet Schuch drew, who has cleverly drawn attention to himself by choosing to launch his performance career on the international stage with pieces often attempted only by the world’s most accomplished and acclaimed pianists. His polished performance drew admiration not just from the audience, but from the entire orchestra, which showed its appreciation with the traditional stamping of feet.”
The Independent Weekly, 27 July, 2009
Konzerte vom 11. und 13. Juni 2009 in Düsseldorf und Münster mit dem WDR Sinfonieorchester unter Eivind Gullberg Jensen
„ (…) Herbert Schuch, der auf die Spitzenriege der Welt-Pianisten zustürmt, pflegt im Lyrischen eine erlesene Kunst des Abstufens. Seine Läufe schmeicheln, die sanglichen Phrasen entwickelt er berückend schön. Doch Schuch ist nicht der Zelebrant delikater Innerlichkeit. Er kann zupacken, am eindrücklichsten zu hören im Finalsatz. (…)“
WAZ, 15. Juni 2009
Klaviermusik mit hymnischem Sog
„Man mochte ihn gar nicht gehen lassen und hätte ihm am liebsten auf der Stelle zu einem Solo-Abend verhaftet (…)
Der kaum 30-jährige Deutsch-Rumäne (…) spielt bewusst nicht mit im Zirkus der jungen, ihr Muskelspiel inszenierenden Glamour-Tastenkünstler. Schuch nimmt seine makellose Technik, seine stupende Vituosität ganz hinein in sein lauteres, innig nachdenkliches, erzählendes Musizieren, niemals stellt er etwas aus. Das bekommt Griegs Klischee behaftetem Konzert hervorragend, denn es wirkt unter seinen Händen frisch, romantisch aufbrausend und bar jeder nordisch betulichen Schwermut (...)“
Rheinische Post, 13. Juni 2009
Pianist Herbert Schuch beeindruckte in der Tonhalle
„Die Hingabe, mit der der 30-jährige Rumäne Herbert Schuch die Hände auf die Tasten senkt, suggeriert bereits optisch eine tiefe geistige Verwurzelung in der Musik. Dem nordischen Pathos und Sentiment des Klavierkonzerts a-Moll von Edvard Grieg verleiht der Pianist beim Klavierfestival Ruhr in der Tonhalle auch akustisch ausdrucksvolle Tiefe.
Schuch vermag das Wesen von dramatischen, lyrischen und pompösen Passagen überzeugend zu steigern, ohne dies je unmäßig zu forcieren. Romantisch und innig empfunden spielt er als Zugabe eine späte Beethoven-Bagatelle."
Westdeutsche Zeitung, 13. Juni 2009
„ (...) Der 30-jährige Herbert Schuch (Klassikpreisträger der Stadt Münster) hat zwar den Tiger im Tank, nimmt ihn aber meist an die Kandare. Virtuoses Schlachtross oder lyrisches Kleinod? Schuch versucht die Quadratur des Kreises. Er vernebelt nichts, wagt originelle Tempi und kitzelt immer wieder Feinheiten aus dem Klaviersatz, die sogar gelangweilte Grieg-Muffel verblüffen: So hat man das noch nicht gehört. (…)“
Westfälische Nachrichten, 15. Juni 2009
„ (…) Pianist Herbert Schuch ließ sich im Grieg-Konzert von seinen prächtigen Begleitern aber nicht die Butter vom Brot nehmen. Er gönnte sich bei der Gestaltung des Tempos zwar viele kleine romantische Freiheiten, verzichtete aber ganz und gar auf romantischen Pedal-Nebel. So konnte man gerade im Finale bewundern, wie sicher die Akkord-Kaskaden niedersausten, wie fein und fest der Anschlag war. …“
Münstersche Zeitung, 15. Juni 2009
Recital vom 27. Januar 2009 im Herkulessaal München
hat sich eindrucksvoll präsentiert.“
Süddeutsche Zeitung, 29. Januar 2009
„ … Herbert Schuch weiß was er will. Denn der 29-jährige Deutsch-Rumäne setzte die selten gespielten Bagatellen op. 126 von Ludwig van Beethoven an den Beginn des Programms im Herkulessaal und ließ in jedem Takt spüren, wie wichtig er diesen intensiven Nachklang der letzten drei Beethoven-Klaviersonaten nimmt. Klarheit, Prägnanz, Leuchtkraft des Anschlags und die Fähigkeit, jede Phrase plastisch zu gestalten, Noten mit Sinnhaftigkeit zu füllen, nahmen für den Jungen Pianisten ein (…) Auch hier wieder [Ravel] war die pianistische Virtuosität nie Selbstzweck, sondern kam kontrollierten Sprengungen, stets unerwarteten Explosionen gleich. Mutig, dass Schuch danach zwei der drei wunderbaren Nachtstücke von Heinz Holliger nach den Elis-Gedichten Georg Trakls folgen ließ; …“
www.klassikinfo.de 29. Januar 2009
Beethoven Klavierkonzert Nr. 5 mit der
(...) "Der zweite Teil des Konzertes bescherte mit dem jungen Rumänen Herbert Schuch eine wunderbare Überraschung. Mir hat gefallen, und zwar sehr sogar, dass Schuch die Kadenz zu Beginn des „Emperor“ ohne zu großen Nachdruck gespielt hat, als würde er damit sagen wollen, das Schönste kommt noch: ein hervorragender Anfang einer hervorragenden Interpretation, lebendig und ernst zugleich, nobel und doch nie schwerfällig (...) Und während Schuch mit erstaunlicher Fingerfertigkeit Liszts berühmte La Campanella Etüde als Zugabe spielte – und was für eine Zugabe, und mit welcher Gewandtheit und Natürlichkeit gespielt! – sagte ich mir, dass dieser junge Pianist erst am Anfang einer glänzenden Karriere steht.“
www.mundoclasico.com Alfredo Lopéz-Vivié Palencia, 26. November 2008
Recital vom 31.10. "Internationale Pianisten in Mainz"
(...) "Im Adagio von Beethovens Sonate zeigt sich Schuchs Fähigkeit, die Zuhörer durch die Transparenz seines Spiels an die Musik zu fesseln. Er nimmt sich Zeit, behandelt jeden Ton, als wäre er ein kleiner, geheimnisvoller Kosmos im Gesamtgefüge. Spätestens jetzt offenbart Schuch, dass er nicht lediglich einen angenehmen Abend mit klassischer Musik bieten will. Er lädt zu einer Suche nach der mysteriösen Innenwelt von Musik und Komponisten ein. (...) Er haucht der oft statischen und kommerziellen Klassikwelt neues Leben ein."
Rhein-Zeitung, 3. November 2008
Beethoven Festival, Australian Youth Orchestra. Conductor: John Nelson. Piano: Herbert Schuch. Adelaide Festival Theatre, July 24 – 26.
(…) “Just as wonderful was the 29-year-old Romanian pianist Herbert Schuch. He was the ideal soloist in this project, deeply impressive in his maturity and technical prowess.
The Australien, 29 July 2008
Ludwig with brio and joy
(…) “Then came the concerto. Pianist Herbert Schuch is a talent of international proportions. Deft, dramatic, flawless fingers in a blur just as Beethoven intended when he penned this to announce he’d arrived on the scene in 1800. Keep an ear on Schuch – he’s becoming an international headline.” (…)
Grieg-Klavierkonzert a Moll mit der Neuen Philharmonie Westfalen unter Heiko Mathias Förster in Recklinghausen, Gelsenkirchen, Papenburg und Kamen
(…) „Sein Auftritt mit der Neuen Philharmonie Westfalen geriet zu einem Ausnahmeereignis beseelter Ausdruckskunst.“ (…)
Recklinghäuser Zeitung, 14. April 2008
Ein Herz und eine Seele
„Herbert Schuch, der zurzeit wie kaum ein anderer Pianist der jüngeren Generation für
internationales Aufsehen sorgt, hat das Werk für sich neu entdeckt und von jedem Klischee
befreit. Er spielte es virtuos, mit einer ursprünglichen Frische und jugendlichen Verwegenheit, der sich auch Dirigent und Orchester nicht entziehen konnten. Und so erlebte das Publikum die Aufführung als Sternstunde mit Schuch, Förster und der Neuen Philharmonie, die sich inspirierten und steigerten und ein Herz und eine Seele waren.“ (…)
Ruhr-Nachrichten, 15. April 2008
(…) „Der deutsche Pianist, preisgekrönter Schüler von Prof. Karl-Heinz Kämmerling am
Mozarteum in Salzburg, nutzt die Anschlagskultur, um zwischen robuster Härte und
silbriger Sanftmut das dynamische Repertoire auszukosten. Griegs balladeske Sätze –
einst als „fetzenhaft" diskreditiert! wiegen die Gewichte in verschiedener Richtung aus:
mal verträumt, mal spukhaft, mal Mondlichtstimmung, mal tänzerisch inspiriert. Schuch
respektiert in seinem Part jede Note. Er feilt am Klang, unterschlägt nichts. Fabelhaft,
authentisch und mit romantischem Fieber (ohne jegliche Sentimentalität) rollen zweimal
Allegro und einmal Adagio ab – ein Intelligenz- und Hörgenuss.“ (…)
WAZ, 16. April 2008
Mozart-Klavierkonzert KV 595 mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
unter Mario Venzago in Mainz, Ludwigshafen, München und Kaiserslautern
Feinste Klanggeheimnisse
(…) „Der im rumänischen Temeschburg geborene Schuch verstand es mit luzider Poesie,
jene transzendente Heiterkeit am Rande von Mozarts Lebensfinale zu beschwören, die als „Mozartglück“ gehandelt wird. Die Motivketten nach dem Hauptthema leuchteten als spielerische Lyrismen auf, die Kadenzen verrieten Tiefsinn nie an Virtuosität, Beweglichkeit nie an Geläufigkeit.“ (…) Süddeutsche Zeitung, 15./16. März 2008
(…) „Zwischen diesen Polen überraschte der rumänische Pianist Herbert Schuch mit einer
fast scheuen, fragilen, luziden und doch ungemein differenzierten Interpretation des Konzerts für Klavier und Orchester Nr. 27 B-Dur KV 595 von Wolfgang Amadeus Mozart.“ (…)
FAZ, 11. März 2008
„Der Knabe ist gut. Richtig gut. (…) Schuchs Anschlag ist ein Wunder an Klarheit. Auf wundersame Weise könnte man ihn als feingliedrig und durchschlagskräftig gleichzeitig beschreiben.“ (…)
Mannheimer Morgen, 12. März 2008
Recital vom 21. Januar 2008, Tonhalle Zürich
(…) „In der Tonhalle Zürich stellte er sich im Rahmen der «Série jeunes» mit einem originellen
und intelligenten Programm vor. Während die meisten jungen Pianisten gerne die Evergreens aus dem 19. Jahrhundert vorführen, wagte sich Schuch als Einstieg gleich an die schwer zugängliche achte Klaviersonate von Sergei Prokofjew heran. (…) In völlig andere Bereiche führte der zweite Teil des Abends. Ohne Unterbruch fügte Herbert Schuch drei Kompositionen von Robert Schumann, Heinz Holliger und Maurice Ravel aneinander, die das Thema Nacht gestalten. (…) Dem Pianisten gelangen hier Klangabstufungen höchsten Raffinements. (…)
Was Schuch bei diesen drei Stücken an Charakterisierungskunst vorführte, war grossartig.
Dass er das Werk, das als eines der schwierigsten der Klavierliteratur gilt, auch technisch so brillant hinlegte, machte auch den Kritiker sprachlos.“
Neue Zürcher Zeitung, 24. Januar 2008
Recital vom 3. November 2007, Conservatorio Superior de Córdoba
(...) “Aunque no para Schuch, porque su dominio del piano es total. Extrae de su instrumento las sonoridades más variadas, desde pasajes aterciopelados de mucha suavidad, hasta explosiones de virtuosidad impresionantes. Todo con una musicalidad que traspasa el escenario para llegar al corazón del público. (...)
Diario Cordoba, 05. November 2007
(…) “Ante la lógica ovación al acabar, la interpretación del endiablado arreglo de Arcadi Volodos de la «Marcha Turca» de Mozart, ya fuera de programa, no sirvió más que para desatar el delirio entre los allí presentes, concluyendo así un recital que esperemos no haya dejado excesivamente alto el listón para los próximos.”
ABC, 05. November 2007
Konzerte vom 31. August und 1. September 07, Mittelrhein Musik Momente
Als wären Beethovens fünf Klavierkonzerte ganz neu
„Du besuchst von einer Saison zur nächsten Dutzende Klassikkonzerte, mal mehr, mal
weniger interessant, bewegend, begeisternd. Dann kommt eines, bei dem sich nach einigen Takten schon das Gefühl einstellt: Hier passiert etwas ganz Außerordentliches. Etwas, das auch passionierte Konzertgänger nur alle paar Jahre mal erleben. Gänsehaut, Staunen, Überraschung, dass man den Ohren kaum mehr traut – solche Augenblicke bescherte jetzt der zweiteilige Abschluss-Marathon der Mittelrhein Musik Momente in der Pilgerkirche zu Vallendar mit Ludwig van Beethovens fünf Klavierkonzerten. (…) Du hörst Herbert Schuch, und verstehst, wieso der große Klassikbetrieb seit zwei, drei Jahren über diesen deutschen Pianisten rumänischer Herkunft Wundersames munkelt. Seine Fingerfertigkeit ist enorm. Die Art, wie er trennscharf seine Hände als je eigenständiges Werkzeug benutzt, ist hinreißend.
Ob geschwind perlende Läufe, wuchtige Akkordkaskaden oder hingehauchte Einzeltöne:
Der junge Mann hantiert mit dem Arsenal seiner Zunft in souveräner Virtuosität.“ (…)
Rhein-Zeitung, 3. September 2007